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UWG Linz – Hero

Von der Annahme zum Nachweis: Datengestützte Optimierung einer 15m hohen Wandbetonage

Umspannwerk Wegscheid
(Linz, Österreich)

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Kunde

DYWIDAG Dyckerhoff & Widmann Gesellschaft m.b.H. 

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Standort
Linz, Österreich
Symbol-Kategorie-s1
Projekttyp
Infrastruktur | Umspannwerk Wegscheid
Linz, Österreich

Umspannwerk Wegscheid

Beschreibung

Der Umbau und die Erweiterung des Umspannwerks Wegscheid in Linz ist ein zentraler Bestandteil des Großinfrastrukturprojekts „Sichere Stromversorgung für die Region Oberösterreich Mitte“. Das Projekt wird die bestehende Anlage in einen wichtigen 220/110-kV Stromverteilungs-Hub umwandeln und so zur Deckung des steigenden Energiebedarfs sowie zur Unterstützung der Energiewende beitragen.

Im Rahmen des Projekts errichtet DYWIDAG mehrere neue Gebäude und Transformatorenanlagen, darunter ein 15 Meter hohes Schaltanlagengebäude. Die außergewöhnlichen Wandhöhen und anspruchsvollen Betonieranforderungen erforderten einen innovativen Ansatz für das Frischbetondruckmanagement und die Qualitätssicherung.

Herausforderungen

Das Bauteam stand vor der Aufgabe, Wände von bis zu 15 Metern Höhe sicher zu betonieren, dabei die Produktivität zu gewährleisten und den Schalungsdruck zu kontrollieren. Hierfür wurde in den unteren Wandabschnitten eine schneller härtende Betonmischung und in den oberen Abschnitten Normalbeton eingesetzt.

Zu den wichtigsten Herausforderungen gehörten:

  • Unsicherheit bezüglich der Frischbetondruckentwicklung in 15 Meter hohen Wänden
  • Es liegen keine Daten zur Validierung der geplanten Mehrfachmischungs-Betonierstrategie vor.
  • Gefahr von Druckspitzen, verursacht durch geringe Änderungen der Gießgeschwindigkeit oder des Volumens
  • Die Einbaugeschwindigkeit muss maximiert werden, ohne dabei die Sicherheit der Schalung und die Betonqualität zu beeinträchtigen


Lösung und Ergebnisse

PREMO-Sensoren, die über ISC Link verbunden waren, wurden installiert, um den Frischbetondruck während des gesamten Betonierens kontinuierlich zu überwachen. Die Echtzeitdaten lieferten direkte Einblicke in die Druckentwicklung und validierten die gewählte Betonierstrategie.

Die Messungen bestätigten, dass der Druck in den unteren Betonabschnitten bereits deutlich nachgelassen hatte, während der Betoniervorgang darüber fortgesetzt wurde. Als der Betonspiegel etwa 6 bis 8 Meter erreichte, lag der Druck in den unteren Bereichen bereits nahe Null, was die Wirksamkeit der schneller aushärtenden Betonmischung belegte.

Dank der Echtzeit-Sensordaten konnte das Bauteam die Einbaugeschwindigkeiten zuverlässig optimieren und während der Betonage datengestützte Entscheidungen treffen. Das Projekt zeigte, dass der Einbau einer 15 Meter hohen Wand innerhalb von etwa 11 bis 12 Stunden abgeschlossen werden konnte, wobei der Druck innerhalb akzeptabler Grenzen gehalten wurde.

Indem Annahmen durch reale Messwerte ersetzt wurden, ermöglichten PREMO und ISC Link dem Team, einen innovativen Betonieransatz zu validieren, die Produktivität zu steigern und eine objektive Dokumentation des Frischbetondruckverhaltens während des gesamten Projekts zu erhalten.

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